Katzenwasserbedarf: Optimale Versorgung für Ihre Samtpfote
Wasser ist lebenswichtig – diese einfache Wahrheit gilt auch für unsere felinen Freunde. Der richtige Katzenwasserbedarf ist ein entscheidender Faktor für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Samtpfoten. Doch viele Katzenbesitzer unterschätzen, wie wichtig die richtige Wasserversorgung ist und wie sie diese optimal gestalten können. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Wasseraufnahme Ihrer Katze fördern können, welche Trinkgefäße am besten geeignet sind und worauf Sie bei der Bereitstellung von frischem Wasser achten sollten.
Warum der Katzenwasserbedarf so wichtig ist
Wasser spielt eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel von Katzen. Es unterstützt lebenswichtige Funktionen wie:
- Regulierung der Körpertemperatur
- Transport von Nährstoffen
- Ausscheidung von Abfallprodukten
- Aufrechterhaltung der Organfunktionen
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig, um Harnwegserkrankungen vorzubeugen. Katzen, die zu wenig trinken, haben ein erhöhtes Risiko für Blasenentzündungen und Harnsteine. Besonders bei Katzen, die hauptsächlich Trockenfutter erhalten, ist eine zusätzliche Wasseraufnahme unerlässlich, da Trockenfutter nur etwa 10% Feuchtigkeit enthält, während Nassfutter bis zu 80% Wasser enthalten kann.
Der durchschnittliche Katzenwasserbedarf liegt bei etwa 50-60 ml pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Eine 4 kg schwere Katze sollte also etwa 200-240 ml Flüssigkeit zu sich nehmen. Diese Menge kann je nach Aktivitätsniveau, Umgebungstemperatur und Art des Futters variieren.
Die richtigen Trinkgefäße für die optimale Wasserversorgung
Die Wahl des richtigen Trinkgefäßes kann einen erheblichen Einfluss auf die Wasseraufnahme Ihrer Katze haben. Katzen sind von Natur aus wählerisch, wenn es um ihre Wasserquelle geht. Hier sind einige Optionen:
Klassische Wassernäpfe
Keramik Wassernäpfe sind eine beliebte Wahl, da sie stabil, leicht zu reinigen und geschmacksneutral sind. Sie halten das Wasser zudem länger kühl. Achten Sie auf einen ausreichend breiten Napf, damit die Katze ihre empfindlichen Schnurrhaare nicht am Rand reiben muss.
Edelstahl Wassernäpfe sind extrem langlebig und hygienisch, können aber bei manchen Katzen Misstrauen erwecken, wenn sie ihr Spiegelbild darin sehen.
Kunststoffnäpfe sind zwar preiswert, können jedoch mit der Zeit Kratzer bekommen, in denen sich Bakterien ansiedeln. Zudem können sie Geschmacksstoffe ans Wasser abgeben, was manche Katzen abschreckt.
Trinkbrunnen – eine artgerechte Alternative
Viele Katzen bevorzugen fließendes Wasser, da es in der Natur frischer und sauberer ist als stehendes Wasser. Trinkbrunnen für Katzen bieten diesen Vorteil im Haushalt. Wie in unserem Artikel Frisches Fließwasser für gesunde Katzen ausführlich beschrieben, können solche Brunnen die Wasseraufnahme deutlich steigern.
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Moderne Katzenwasserspender sind mit Filtersystemen ausgestattet, die Schmutzpartikel, Haare und Gerüche aus dem Wasser entfernen. Einige Modelle verfügen über verschiedene Fließmuster wie Wasserfälle oder sprudelnde Fontänen, was für unterschiedliche Katzenvorlieben geeignet ist.
Die optimale Platzierung von Trinkstellen
Der Standort der Wassernäpfe spielt eine entscheidende Rolle bei der Deckung des Katzenwasserbedarfs. Hier sind einige wichtige Punkte zur Platzierung:
Trennen Sie Futter- und Wasserstelle. Katzen sind instinktiv darauf programmiert, ihr Wasser nicht in der Nähe ihrer Nahrung zu sich zu nehmen. In der Natur könnte Nahrung das Wasser verunreinigen. Platzieren Sie den Wassernapf daher in einiger Entfernung zum Futternapf.
Stellen Sie mehrere Trinkstellen in Ihrem Zuhause auf. Besonders in Mehrkatzen-Haushalten oder größeren Wohnungen ist dies wichtig, damit die Katzen jederzeit Zugang zu Wasser haben. Ideal ist eine Trinkstelle pro Stockwerk plus eine zusätzliche.
Wählen Sie ruhige, aber zugängliche Plätze. Katzen mögen es nicht, in stressigen Umgebungen zu trinken. Vermeiden Sie daher laute Orte wie neben der Waschmaschine oder stark frequentierte Durchgangsbereiche.
Achten Sie auf ausreichend Privatsphäre. Katzen fühlen sich beim Trinken verletzlich und bevorzugen Orte, von denen aus sie ihre Umgebung im Blick haben können.
Saisonale Anpassung des Katzenwasserbedarfs
Jahreszeiten und Temperaturschwankungen beeinflussen den Wasserbedarf Ihrer Katze. Im Sommer, wenn es wärmer ist, benötigen Katzen mehr Flüssigkeit, um ihren Körper zu kühlen und einen gesunden Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.
Im Winter, wenn die Heizung läuft und die Luft trockener ist, kann ebenfalls ein erhöhter Katzenwasserbedarf bestehen. Achten Sie besonders in dieser Zeit darauf, dass stets frisches Wasser verfügbar ist.
In heißen Perioden können Sie Ihrem Vierbeiner helfen, indem Sie:
- Mehrmals täglich frisches, kühles (nicht eiskaltes) Wasser anbieten
- Wasserspender mit Kühlsystem verwenden
- Eiswürfel aus Katzenmilch oder ungewürzter Fleischbrühe als erfrischende Alternative anbieten
Hygiene und Wasserqualität für gesunde Katzen
Die Qualität des Wassers ist für Katzen genauso wichtig wie für Menschen. Katzen können sehr empfindlich auf Verunreinigungen oder Chlorgeschmack reagieren. Hier einige Tipps zur optimalen Wasserqualität:
Wechseln Sie das Wasser mindestens einmal täglich. Frisches Wasser ist essenziell, da stehendes Wasser schnell Bakterien ansammelt und für Katzen unattraktiv wird.
Reinigen Sie die Wassernäpfe regelmäßig. Biofilm kann sich schnell bilden und Bakterienwachstum fördern. Keramik- und Edelstahlnäpfe sollten mindestens zweimal wöchentlich gründlich gereinigt werden, idealerweise in der Spülmaschine oder mit heißem Wasser und einem milden Reinigungsmittel.
Bei Katzenwasserspendern und Trinkbrunnen ist eine regelmäßige Wartung besonders wichtig. Filter sollten gemäß den Herstellerempfehlungen gewechselt werden, meist alle 2-4 Wochen. Die komplette Reinigung des Brunnens sollte mindestens wöchentlich erfolgen, wie in unserem Artikel Frisches Wasser für gesunde Katzen detailliert beschrieben wird.
Wenn Ihr Leitungswasser stark gechlort ist oder einen starken Eigengeschmack hat, können Sie Wasserfilter verwenden oder gefiltertes Wasser anbieten. Einige Katzen bevorzugen sogar stilles Mineralwasser ohne Kohlensäure.
Anzeichen für unzureichende Wasseraufnahme
Als verantwortungsbewusster Katzenbesitzer sollten Sie die Anzeichen kennen, die auf eine unzureichende Deckung des Katzenwasserbedarfs hindeuten:
Trockenes Zahnfleisch und klebrige Schleimhäute sind ein deutliches Zeichen für Dehydrierung. Das Zahnfleisch sollte feucht und rosa sein.
Hautfalten, die nach dem Hochziehen nicht sofort zurückgehen, deuten auf Flüssigkeitsmangel hin. Bei gut hydrierten Katzen kehrt die Haut sofort in ihre ursprüngliche Position zurück.
Lethargie und verminderter Appetit können ebenfalls Anzeichen für Dehydrierung sein, ebenso wie konzentrierter, dunklerer Urin.
Wenn Sie vermuten, dass Ihre Katze nicht genug trinkt, konsultieren Sie einen Tierarzt. Besonders bei älteren Katzen oder solchen mit bekannten Nierenerkrankungen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kritisch.
Kreative Ideen zur Steigerung der Wasseraufnahme
Manchmal braucht es ein wenig Kreativität, um den Katzenwasserbedarf optimal zu decken. Hier einige Tipps:
Experimentieren Sie mit verschiedenen Wasserquellen. Manche Katzen bevorzugen Regenwasser, andere mögen gefiltertes Wasser oder sogar Wasser aus dem Wasserhahn.
Fügen Sie dem Trockenfutter etwas Wasser hinzu, um die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Beginnen Sie mit kleinen Mengen, um Ihre Katze an die veränderte Konsistenz zu gewöhnen.
Bieten Sie mehr Nassfutter an, da dieses bereits einen hohen Wasseranteil enthält. Dies kann besonders für Katzen hilfreich sein, die von Natur aus wenig trinken.
Eiswürfel mit Thunfischwasser oder ungewürzter Fleischbrühe können als erfrischende Leckerbissen dienen und gleichzeitig zur Flüssigkeitszufuhr beitragen.
Interaktive Wasserspielzeuge können das Interesse am Wasser wecken und die Aufnahme fördern.
Fazit: Den Katzenwasserbedarf optimal decken
Die richtige Wasserversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil der Katzenpflege. Durch die Berücksichtigung der natürlichen Trinkgewohnheiten Ihrer Katze, die Auswahl geeigneter Trinkgefäße und die strategische Platzierung mehrerer Wasserquellen können Sie dazu beitragen, den Katzenwasserbedarf optimal zu decken.
Denken Sie daran, dass jede Katze individuelle Vorlieben hat. Was bei einer Katze funktioniert, muss nicht unbedingt bei einer anderen funktionieren. Beobachten Sie Ihr Tier und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist der Schlüssel zu einem langen und gesunden Katzenleben. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie dafür sorgen, dass Ihr feliner Freund stets gut hydriert bleibt und Gesundheitsprobleme wie Harnwegsinfektionen und Nierenleiden vermieden werden.
+ Wie viel Wasser sollte meine Katze täglich trinken?
Eine Katze benötigt täglich etwa 50-60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer durchschnittlichen 4 kg schweren Katze sind das etwa 200-240 ml Flüssigkeit pro Tag.
Wichtig zu wissen: Diese Menge kann teilweise über die Nahrung aufgenommen werden. Nassfutter enthält bis zu 80% Wasser, während Trockenfutter nur etwa 10% Feuchtigkeit liefert.
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Der tatsächliche Bedarf variiert je nach:
- Umgebungstemperatur und Jahreszeit
- Aktivitätsniveau Ihrer Katze
- Art der Ernährung
- Gesundheitszustand
Um die Wasseraufnahme zu fördern, können Sie Trinkbrunnen oder mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilen. Bei Anzeichen von Dehydrierung wie trockenem Zahnfleisch sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
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+ Welcher Wassernapf ist am besten für Katzen geeignet?
Die beste Wahl sind Keramiknäpfe, da sie mehrere Vorteile bieten: Sie sind stabil, leicht zu reinigen, geschmacksneutral und halten das Wasser länger kühl.
Vergleich der Materialien:
- Keramik: Ideal für die meisten Katzen, hygienisch und spülmaschinenfest
- Edelstahl: Extrem langlebig und hygienisch, aber manche Katzen meiden ihr Spiegelbild
- Kunststoff: Preiswert, aber kann Kratzer und Bakterien ansammeln
Besonders empfehlenswert sind Trinkbrunnen für Katzen, da viele Samtpfoten fließendes Wasser bevorzugen. Diese sollten mit austauschbaren Filtern ausgestattet sein.
Wichtig: Wählen Sie einen ausreichend breiten Napf, damit die empfindlichen Schnurrhaare nicht am Rand anstoßen. Dies kann sonst zu „Whisker Stress“ führen und Ihre Katze vom Trinken abhalten.
+ Was kann ich tun, wenn meine Katze zu wenig trinkt?
Es gibt zahlreiche bewährte Strategien, um die Wasseraufnahme Ihrer Katze zu steigern:
Sofortmaßnahmen:
- Stellen Sie einen Trinkbrunnen auf – fließendes Wasser animiert viele Katzen zum Trinken
- Verteilen Sie mehrere Wassernäpfe in der gesamten Wohnung
- Erhöhen Sie den Anteil an Nassfutter (enthält bis zu 80% Wasser)
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Achten Sie darauf, dass Futter- und Wasserstelle räumlich getrennt sind. Katzen trinken instinktiv nicht direkt neben ihrer Nahrung. Bei anhaltender Trinkverweigerung sollten Sie einen Tierarzt konsultieren, da dies auf gesundheitliche Probleme hindeuten kann.
+ Sind Trinkbrunnen für Katzen wirklich sinnvoll?
Ja, Trinkbrunnen sind für viele Katzen eine hervorragende Investition und können die Wasseraufnahme deutlich steigern.
Vorteile von Trinkbrunnen:
- Natürlicher Instinkt: Katzen bevorzugen fließendes Wasser, da es in der Natur frischer und sauberer ist als stehendes Wasser
- Bessere Wasserqualität: Moderne Brunnen mit Filtersystem entfernen Haare, Schmutz und Gerüche
- Sauerstoffanreicherung: Fließendes Wasser wird mit Sauerstoff angereichert und schmeckt frischer
- Spielerischer Anreiz: Die Bewegung des Wassers weckt Neugier und Spieltrieb
Wichtig bei der Auswahl:
Besonders für trinkfaule Katzen oder solche mit Neigung zu Harnwegserkrankungen sind Trinkbrunnen eine wirksame Präventionsmaßnahme.
+ Wie oft muss ich den Wassernapf meiner Katze reinigen?
Der Wassernapf sollte mindestens einmal täglich gereinigt und mit frischem Wasser gefüllt werden. Für optimale Hygiene ist jedoch eine intensivere Reinigungsroutine empfehlenswert.
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Tägliche Routine:
- Wasser komplett austauschen
- Napf kurz ausspülen
- Sichtbare Verunreinigungen entfernen
Gründliche Reinigung (2-3x wöchentlich):
Besondere Pflege für Trinkbrunnen:
- Wöchentliche Komplettreinigung aller Teile
- Filter alle 2-4 Wochen wechseln
- Pumpe monatlich nach Herstellerangaben reinigen
Warum ist das so wichtig? In stehendem Wasser bildet sich schnell ein schleimiger Biofilm aus Bakterien und Speichelresten. Dieser kann nicht nur gesundheitsgefährdend sein, sondern schreckt auch viele Katzen vom Trinken ab. Besonders Kunststoffnäpfe neigen zu Kratzern, in denen sich Bakterien festsetzen.
+ Wo sollte ich den Wassernapf meiner Katze aufstellen?
Die richtige Platzierung der Wassernäpfe hat einen enormen Einfluss darauf, wie viel Ihre Katze trinkt.
Grundregeln für die optimale Platzierung:
- Getrennt vom Futter: Platzieren Sie den Wassernapf mindestens 1-2 Meter entfernt vom Futternapf. Katzen trinken instinktiv nicht dort, wo sie fressen
- Ruhige Orte: Vermeiden Sie laute Bereiche neben Waschmaschinen oder in stark frequentierten Durchgängen
- Nicht neben der Katzentoilette: Trennen Sie Trink- und Toilettenbereich räumlich
- Gute Übersicht: Katzen möchten beim Trinken ihre Umgebung im Blick behalten
Mehrere Trinkstellen einrichten:
Ideal ist eine Trinkstelle pro Stockwerk plus eine zusätzliche. In einem Mehrkatzenhaushalten sollten es noch mehr sein, um Konkurrenz zu vermeiden.
Beliebte Standorte:
- Ruhige Ecken im Wohnzimmer
- Schlafzimmer (besonders wenn die Katze nachts dort schläft)
- Auf verschiedenen Höhen – manche Katzen bevorzugen erhöhte Näpfe
Experimentieren Sie mit verschiedenen Standorten und beobachten Sie, wo Ihre Katze am liebsten trinkt.
+ Ist Leitungswasser oder stilles Mineralwasser besser für Katzen?
Leitungswasser ist in Deutschland grundsätzlich perfekt für Katzen geeignet und in den meisten Fällen die beste Wahl. Es hat Trinkwasserqualität und enthält wichtige Mineralien.
Wann Leitungswasser ausreicht:
- Bei guter Wasserqualität ohne starken Chlor- oder Kalkgeschmack
- Wenn Ihre Katze es problemlos akzeptiert
- In Regionen mit weichem bis mittelhartem Wasser
Alternativen bei Problemen:
Wenn Ihr Leitungswasser stark gechlort ist oder Ihre Katze es verweigert, können Sie folgende Optionen nutzen:
Wichtig: Vermeiden Sie kohlensäurehaltiges Wasser – die Kohlensäure irritiert Katzen. Lassen Sie Leitungswasser vor dem Anbieten kurz ablaufen und idealerweise etwas stehen, damit Chlorgeruch verfliegt.
Die meisten Katzen haben keine Präferenz, solange das Wasser frisch ist und regelmäßig im Napf gewechselt wird.
+ Wie erkenne ich, ob meine Katze dehydriert ist?
Es gibt mehrere klare Warnsignale für Dehydrierung, die Sie als Katzenbesitzer kennen sollten:
Einfache Heimtests:
- Hautfaltentest: Ziehen Sie vorsichtig die Haut im Nacken hoch. Bei gesunden, hydrierten Katzen kehrt sie sofort zurück. Bleibt die Falte stehen, deutet das auf Flüssigkeitsmangel hin
- Zahnfleischtest: Drücken Sie sanft auf das Zahnfleisch. Es sollte rosa und feucht sein und nach dem Druck schnell wieder die normale Farbe annehmen. Trockenes, klebriges oder blasses Zahnfleisch ist ein Alarmsignal
Weitere Symptome:
- Eingesunkene Augen
- Lethargie und ungewöhnliche Müdigkeit
- Verminderter Appetit
- Konzentrierter, dunkel gefärbter Urin
- Weniger häufiges Urinieren
- Trockene Nase (nicht immer zuverlässig)
Sofortmaßnahmen:
Wann zum Tierarzt? Bei starker Dehydrierung (Hautfalte bleibt länger als 2 Sekunden stehen) oder wenn Ihre Katze über 24 Stunden nicht trinkt, sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe suchen. Besonders ältere Katzen und solche mit Nierenerkrankungen sind gefährdet.
+ Sollte ich meiner Katze im Sommer besonderes Wasser anbieten?
Ja, im Sommer ist eine angepasste Wasserstrategie wichtig, da Katzen bei höheren Temperaturen mehr Flüssigkeit zum Regulieren ihrer Körpertemperatur benötigen.
Sommerliche Trink-Tipps:
- Häufiger wechseln: Tauschen Sie das Wasser 2-3x täglich gegen frisches, kühles (nicht eiskaltes!) Wasser aus
- Mehr Trinkstellen: Verteilen Sie zusätzliche Wassernäpfe in kühleren Räumen und schattigen Bereichen
- Kühlende Extras: Geben Sie Eiswürfel aus Katzenmilch oder ungewürzter Fleischbrühe ins Wasser
Innovative Sommerlösungen:
Erfrischende Leckerbissen:
Bieten Sie flüssige Katzensnacks oder selbstgemachte Eisleckerlis an. Dafür können Sie Katzenleckerlis in Wasser einweichen und einfrieren.
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Warnung: Geben Sie niemals eiskaltes Wasser direkt aus dem Kühlschrank – das kann Magenverstimmungen auslösen. Leicht gekühlt oder Raumtemperatur ist ideal.
+ Kann ich das Trinkwasser meiner Katze mit Geschmack anreichern?
Ja, geschmackliche Anreicherung kann sehr effektiv sein, um trinkfaule Katzen zur Wasseraufnahme zu motivieren – allerdings nur mit den richtigen, katzengerechten Zutaten.
Sichere Geschmackszusätze:
- Thunfischwasser: Das Wasser aus der Dose (in Wasser, nicht in Öl!) ist bei den meisten Katzen sehr beliebt. Stark verdünnen (1 Teil Thunfisswasser, 3-4 Teile Wasser)
- Ungewürzte Fleischbrühe: Selbstgemacht aus Hähnchen oder Rind, ohne Salz, Zwiebeln oder Gewürze. Ebenfalls stark verdünnen
- Kommerzielle Katzensuppen: Speziell für Katzen entwickelte Flüssigsnacks
- Katzenmilch: Laktosefreie Variante, ebenfalls verdünnt anbieten
Wichtig zu beachten:
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- Bieten Sie immer zusätzlich einen Napf mit purem Wasser an
- Wechseln Sie aromatisiertes Wasser häufiger (2x täglich), da es schneller verdirbt
- Reinigen Sie Näpfe mit Geschmackszusätzen täglich gründlich
Zu vermeiden:
- Keine Kuhmilch (verursacht Verdauungsprobleme)
- Keine gesalzenen oder gewürzten Brühen
- Keine künstlichen Aromen
Diese Methode eignet sich besonders für die Übergangszeit, wenn Sie Ihre Katze an mehr Trinken gewöhnen möchten. Alternativ können Sie auch auf einen Trinkbrunnen setzen, da viele Katzen fließendes Wasser bereits ohne Geschmackszusätze bevorzugen.
+ Wie viel Wasser braucht eine Katze die nur Trockenfutter frisst?
Katzen, die ausschließlich Trockenfutter erhalten, haben einen deutlich höheren Wasserbedarf als solche, die Nassfutter bekommen.
Die Rechnung:
Trockenfutter enthält nur etwa 10% Feuchtigkeit, während Nassfutter bis zu 80% Wasser liefert. Eine 4 kg schwere Katze benötigt täglich etwa 200-240 ml Flüssigkeit insgesamt. Bei reiner Trockenfütterung muss diese Menge fast vollständig durch Trinken aufgenommen werden.
Strategien für Trockenfutter-Katzen:
- Wasser ins Futter: Weichen Sie das Trockenfutter in Wasser ein (beginnen Sie mit wenig Wasser und steigern Sie langsam)
- Trinkbrunnen nutzen: Fließendes Wasser motiviert zum häufigeren Trinken
- Mehrere Trinkstellen: Verteilen Sie 3-4 Wassernäpfe in der Wohnung
- Geschmacksanreize: Bieten Sie verdünnte Fleischbrühe oder Katzensuppen als zusätzliche Flüssigkeitsquelle an
Bessere Alternative – Mischfütterung:
Idealerweise kombinieren Sie Trocken- und Nassfutter. Selbst eine Mahlzeit Nassfutter pro Tag reduziert das Risiko für Harnwegserkrankungen deutlich.
Gesundheitsrisiken bei reiner Trockenfütterung:
Katzen haben von Natur aus einen geringen Durstantrieb. Reine Trockenfütterung kann zu chronischer Dehydrierung führen und erhöht das Risiko für Blasenentzündungen, Harnsteine und Nierenerkrankungen erheblich.